HISTORIE

2014

Aufstieg in die Kreisliga A der C-Jugend

2012

famila Mini EM 2012 für E-Jugendmannschaften

Aufstieg in die Kreisliga B der A-Jugend

Aufstieg in die Kreisliga A der B-Jugend

2011

Aufstieg in die Kreisliga B der 1. Herrenmannschaft

Aufstieg in die Kreisliga B der JSG Sennestadt B-Jugend

Aufstieg in die Kreisliga B der JSG Sennestadt C-Jugend

2010

100-Jähriges der Sportfreunde Sennestadt e.V.

10-Jähriges unserer Kindergartenturniere

Gründung einer Jugendspielgemeinschaft (JSG) zwischen Sportfreunde Sennestadt e.V. und Kickers Sennestadt 81 in der C- und B-Jugend

2007

Meisterschaft der U16-Mädchenmannschaft

Abstieg in die Kreisliga C der 1. Herrenmannschaft

2006

Wiederaufstieg in die Kreisliga B der 1. Herrenmannschaft

2003

Aufstieg der C-Jugend in die Kreisliga A

Gründung der U16-Mädchenmannschaft

2000

Start der Turniere für Sennestädter Kindergärten

1997

Bau eines Rasenplatzes an der Travestraße

1987

Stadtmeister in der Altliga

1982

Aufstieg in die Landesliga der 1. Mannschaft

1976

A-Jugend unter Helmut Niermann spielt in der Westfalenlige (höchste Jugendliga zu der Zeit)

1970

60-jähriges Jubiläum mit rund 1.548 Mitgliedern

1945

Spielflächen für Fußball und Handball bei Eikelmann, am Senne-Bad und auf der heutigen Maiwiese

1936

Ende der Sportvereine, da nicht Hitler-Jugendmitglieder nicht aufgenommen werden durften

1933

Selbstauflösung des Arbeiter-Turn- und Sportverein

1924

Wiederaufnahme des Vorläufervereins TV Jahn Senne II

1918

Wiederaufnahme des Vorläufervereins Frischauf Senne II nach dem ersten Weltkrieg unter dem Namen Arbeiter-Turn- und Sportverein

1914

Ende der Vorläufervereine der Sportfreunde Sennestadt e.V. im ersten Weltkrieg

1912

Gründung des Frischauf Senne II

1910

Gründung des TV Jahn Senne II

 

100 Jahre Sport in Sennestadt

Text und Bilder der Jubiläumsbroschüre entnommen

Im Jahre 1910 gründeten etwa 15 junge Männer den TV Jahn Senne II. In den Anfängen turnte und wanderte man gemeinsam. Im Mai 1913 folgte dann die Gründung des Arbeiter-Turn- und Sportvereins „Frischauf Senne II”. Der Erste Weltkrieg beendete die Arbeit beider Vereine, die man als die Vorläufer des heutigen Vereins, Sportfreunde Sennestadt, bezeichnet.

 

Nach dem Krieg nahm die freie Turnerschaft den Sportbetrieb auf breiter Basis wieder auf. Zunächst wurde geturnt und Fußball gespielt, bald kamen eine Handballabteilung, eine Wandergruppe und ein Spielmannszug hinzu. Ein Kraftakt dieses Vereins war der Bau des Senne-Bades auf dem Gelände des Hofes Westerwinter. In vielen freiwilligen Arbeitsstunden bauten die Mitglieder des Vereins, auf sich gestellt, ohne öffentliche Zuschüsse, ihr Freibad. Ferdinand Reinke hieß seinerzeit der langjährige Vorsitzende.

1924 wurde auch der TV Jahn von 1910 wieder aktiviert. Handball, Turnen, Faustball und Leichtathletik bildeten das sportliche Angebot, ergänzt durch einen Spielmannzug. Viele Jahre engagierte sich der Vorsitzende Walter Schilling für den TV Jahn. Geturnt wurde in dieser Zeit in den Wirtshaussälen. Ehrenmitglied Willi Ruwe, Eintritt am 30. März 1930, gerade 17 Jahre alt, erinnerte sich an seine erste Turnstunde im Silgenkrug: „Ich machte die ersten Freiübungen im Anzug.” „Frischauf” turnte damals bei Ramsbrock. Die politische Entwicklung beeinflusste auch die Sportvereine. So wählten die Mitglieder 1932 den damaligen Vorsitzenden des TV Jahn, Rudolf Kuhlmann, ab wegen einseitiger nationalsozialistischer Betätigung auf einem Turnfest. Sein Nachfolger Walter Schilling übernahm die Vorstandsarbeit zum Wohle des Vereins.

1933 kam der Arbeiter-Turn- und Sportverein Frischauf durch Selbstauflösung der Zwangsauflösung den politischen Machthabern zuvor. Ein Teil der Aktiven wechselte zum TV Jahn und an dieser Stelle muss hervorgehoben werden, dass hier noch ein paar Jahre eine herzliche Sportkameradschaft bestand.

Von 1933 an existierte dann nur noch ein Sportverein in der Gemeinde. Nach der Auflösung der Deutschen Turnerschaft im Jahre 1936 trat ein allmählicher Verfall des Vereinssports ein. Die politische Entwicklung erschwerte die Jugendarbeit der Vereine, denn wer nicht der Hitler-Jugend angehörte, durfte nicht in einen Sportverein aufgenommen werden.
Der vormals abgewählte Rudolf Kuhlmann übernahm erneut den Vorsitz; sein Nachfolger Theodor Eikelmann, auf Weisung der Reichssportführung auf Lebenszeit gewählt, versah sein Amt bis zum Kriegsende 1945.Der Krieg hinterließ seine grausamen Spuren, viele Freunde waren gefallen oder versehrt heimgekehrt.

 

Im Herbst 1945 genehmigte die britische Militärregierung die Wiederaufnahme der sportlichen Aktivitäten. Etwa 15 Sportler aus der Vorkriegszeit fanden sich zusammen und gründeten den TuS Senne II, den man bald darauf in Sportfreunde Senne II umbenannte. Sie wählten Konrad Reinke zu ihrem Vorsitzenden und die alten Rivalitäten der beiden Altvereine waren begraben. Turnen konnte man noch nicht, da die früher benutzten Säle nicht mehr zur Verfügung standen, aber Fußball und Handball spielte man mit viel Erfolg. Spielflächen waren bei Eikelmann an der Lämershagener Straße, am Senne-Bad und später auf der heutigen Maiwiese. Der Vorstand hatte es nicht leicht, in diesen Jahren das Vereinsschiff flott zu halten.

Aber wie z.B. beim Bau des Senne-Bades trugen auch jetzt wieder Frauen und Männer mit viel Hingabe den Verein. Ohne den Idealismus seiner Mitglieder würde in der Senne kein Verein bestehen. Dies gilt auch heute noch.

 
 
 

1926 Wassereinlass ins Senne-Bad

Der Aufwärtstrend
…in unserem Lande wirkte sich positiv auf die Vereinsentwicklung aus. Die Sennestadt wurde geplant und gebaut. Mit dem Einzug der Neubürger kamen viele neue Mitglieder in den Verein. Im Jahre 1961 waren es 461 Mitglieder, 1964 zählte man 811 Mitglieder und 1965 war man mit der Aufnahme des 1.000 Mitglieds der Großverein perfekt. Zum 60-jährigen Jubiläum im Jahre 1970 war die Mitgliederzahl auf 1.548 angestiegen. Heute zählen die Sportfreunde insgesamt 1.701 Mitglieder. Die Vielfalt der sportlichen Angebote entwickelte sich in gleichem Maße. 1960 zum 50-jährigen Jubiläum gehörten die Abteilungen Fußball, Handball, Turnen, Faustball und Judo zum Sportangebot. In den nächsten 10 Jahren kamen neu hinzu: Tennis, Tischtennis, Badminton, Fechten, Leichtathletik, Basketball, Schwimmen und ein Spielmannszug.

Der Verein entfaltete sich weiter auf dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels und der damit verbundenen Interessenverschiebung der Kinder, Jugendlichen sowie der Erwachsenen. So lösten Abteilungen sich auf und neue entstanden. Heute findet das umfangreiche Sportangebot in 12 Abteilungen statt: Badminton, Fußball, Handball, Kanu, Rehabilitations- und Behindertensport, Rollsport, Schwimmen, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Turnen und Volleyball. Nicht nur der leistungsbezogene Sport, in dem um Punkte und Meisterschaften gekämpft wird, bestimmt das sportliche Profil der Sportfreunde Sennestadt. Das große Engagement für das Deutsche Sportabzeichen, zahlreiche Breitensport-und Fitnessangebote sowie Eltern-Kindturnen sind die Zeichen für das umfassende Spektrum der sportlichen Aktivitäten.

Am 1. Januar 1995 traten Menschen mit Behinderungen, die ihre sportlichen Wurzeln in Eckardtsheim haben, den Sportfreunden Sennestadt bei und bereichern seitdem als eigene Abteilung die sportliche und menschliche Vielfalt des Vereins. Der Bau neu geplanter Sportstätten begünstigte zudem die insgesamt positive Wachstumsentwicklung der Sportfreunde Sennestadt.

An der Travestraße baute man Sportplätze, eine Großsporthalle mit Zuschauertribüne sowie ein Gartenhallenbad entstanden. An der Elbeallee errichtete die Gemeinde Tennisplätze, die der Verein in Pflege nahm.

Am 8. November 1966 unterschrieben der Vorsitzende Walter Daudel und sein Stellvertreter Hans Röder einen Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Sennestadt. Für Sennestadt zeichnete Stadtdirektor Klaus Meyer. Dem Bau des Vereinshauses stand nichts mehr im Wege. Im Jahre 1977 ergänzte der Verein das Sportfreundehaus um ein Jugend- und Kommunikationszentrum, was wiederum dem Engagement vieler Mitglieder zu verdanken ist.

Während an der Elbeallee das Sportfreundehaus erweitert wurde, pachtet man 1975 von den Stadtwerken Bielefeld den Sprunghof am Huckepackweg und errichtete den Sportfreunde-Jugendkotten als Jugendtreff, der nicht nur den Vereinsjugendlichen offen stand. Der Jugendkotten wurde von 1980 bis 1997 als offenes Jugendzentrum vom Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Bielefeld gefördert und war das erste dieser Art im Deutschen Sportbund.

1932 „Frischauf“ Fußballmannschaft
 

Nach erfolgreichen 17 Jahren offener Kinder- und Jugendarbeit im Jugendkotten übernahmen die Sportfreunde Sennestadt auf Anregung der Stadt Bielefeld Mitte 1997 das ehemalige städtische Haus der Jugend am Reichowplatz in die Trägerschaft. Der Sportfreunde-Jugendkotten steht seitdem als Jugendhaus für Projektarbeit den Kindern und Jugendlichen offen. Gruppen innerhalb und außerhalb des Vereins nutzen ihn zudem als Veranstaltungsort für Feiern und Feste.

Die außersportliche Jugendarbeit nimmt bei den Sportfreunden einen beachtlichen Stellenwert ein! Dies kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass die Jugendordnung Bestandteil der Vereinssatzung ist. Helmut Niermann, von 1976 bis 1990 Gesamtjugendleiter der Sportfreunde, hatte an dieser Entwicklung  maßgeblichen Anteil.

1985 stand das bis dahin wohl bedeutendste Projekt der Sportfreunde Jugend auf dem Plan. In Südwestfrankreich erwarben die Sportfreunde Sennestadt ein ehemaliges Kinderheim, das „Château du Conte“ . Zahlreiche Gruppen von Jugendlichen und Erwachsenen innerhalb und zum großen Maße auch außerhalb des Vereins besuchten in den Folgejahren das Schloss, wie es unter Sportfreunden kurz heißt. Immer wieder fuhren auch Ehrenamtliche in den Süden Frankreichs, um Renovierungsarbeiten durchzuführen. Doch letztlich ließ sich das Anwesen nicht halten, da zu wenige Gäste das Angebot wahrnahmen. Der Vorstand entschied den Verkauf, der im Januar 2008 besiegelt wurde.

Der Sportplatz an der Travestraße entwickelte sich Ende des zwanzigsten Jahrhunderts zum Dauerthema. Nachdem den Sennestädter Sportlerinnen und Sportlern immer wieder die Sanierung des Sportplatzes an der Travestraße versprochen wurde und immer wieder Gründe gegen die Einhaltung des Versprechens sprachen, übernahm der Verein die Aktivität und bot der Stadt Bielefeld den Bau des Rasenplatzes in Eigeninitiative an. Nach langen, zähen Verhandlungen unterschrieben am 3. April 1997 der Vorsitzende Michael  Menzhausen und Bernd Rogalla als stellv. Vorsitzender der Sportfreunde Sennestadt den Pachtvertrag mit einer 25-jährigen Dauer. Damit war der Weg zum Bau des Rasenplatzes frei. Im September desselben Jahres fand endlich die Einweihung statt.

Im Rückblick und Ausblick bleibt festzustellen, dass ein großes Maß an Idealismus für die ehrenamtliche Tätigkeit im Verein notwendig ist, um vielen Bürgerinnen und Bürgern Sport nach ihren Wünschen zu ermöglichen. Immer wieder gelang es den Sportfreunden, auch ungewöhnliche Wege mit Erfolg zu beschreiten.

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